FAQ

Hilfe zu Fragen, die sich immer wieder stellen können: Von der Konzeption von Projekten über die Bereiche Kommunikation und Netzwerken bis hin zur Weiterbildung für Ehrenamtliche informieren die FAQ über grundlegende Aspekte der Arbeit in musikalischen Integrationsprojekten.

Vorbemerkung

Das gemeinsame Musizieren von Einheimischen und Flüchtlingen auf Augenhöhe kann die Integration der angekommenen Menschen anregen und unterstützen. Regelmäßige musikalische Begegnungen tragen dazu bei, die jeweils andere Kultur kennenzulernen, Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen und in neue Musiker-Netzwerke vor Ort eingebunden zu werden. Daraus können im weiteren Verlauf Ensembles entstehen, die mit einem neuartigen Musikstil an die Öffentlichkeit gehen und die deutsche Kulturlandschaft bereichern und nachhaltig prägen.

Das thematische Angebot „FAQ“ richtet sich an Projektverantwortliche, Interessierte und Engagierte. Es soll helfen, Antworten auf die wichtigsten Fragen, die bei der Planung und Durchführung musikalischer Integrationsprojekte auftreten können, zu finden und gibt weiterführende Hinweise auf vertiefende, ergänzende Informationsressourcen.

Die „FAQ“ entstanden in enger Zusammenarbeit und mit weitreichender Unterstützung des Landesmusikrats Nordrhein-Westfalen, der im Herbst 2015 mit der Förderung ehrenamtlicher Projekte von Musikvereinen, Chören und Künstlerinitiativen begann und seither auf Erfahrungen mit rund 150 verschiedenen Projekten zurückblicken kann.

Inhaltliche Konzeption eines Projekts

  • Was sollte ich bei der Projektplanung berücksichtigen, wenn ich bestimmte Zielgruppen ansprechen oder in ihrem Umfeld aufsuchen möchte?

    • Informieren Sie sich im Vorfeld, ob Ihr Angebot von Ihren Zielgruppen auch angenommen werden kann. Erarbeiten Sie ein angemessenes Konzept, das die Gegebenheiten des Ortes berücksichtigt.
    • Nehmen Sie bereits vorher mit den Stellen Kontakt auf, zu denen es im Verlauf der Durchführung Berührungen geben könnte.
    • Berücksichtigen Sie die Wünsche der Projektteilnehmer*innen und beziehen Sie die Teilnehmer*innen aktiv mit ein. Seien Sie flexibel und bereit, Ihre Projektinhalte den Gegebenheiten anzupassen, auch wenn dies mit Abstrichen verbunden sein könnte.
    • Bedenken Sie, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Sehen Sie dazu auch die Resolution des Deutschen Musikrats: „Willkommen in Deutschland: Musik macht Heimat! Von der Willkommens- zur Integrationskultur“.
  • Worauf sollte ich bei der inhaltlichen Konzeption eines Projekts achten, bei dem Geflüchtete in ihren Unterkünften aufgesucht werden?

    • In den verschiedenen Unterkunftsituationen kann eine große kulturelle Heterogenität vorherrschen. Die unterschiedlichen Hintergründe der Bewohner*innen erschweren das Erzielen ehrgeiziger musikalischer Leistungen. Die Projekte sollten niederschwellig, offen und partizipativ angelegt sein.
    • Nicht jedes Projekt ist für jede Unterkunft geeignet. Übergangsunterkünfte benötigen niedrigschwellige und offene Projekte, die jederzeit neue Teilnehmer einbinden können und eine Fluktuation von Teilnehmern verkraften. Häufig funktionieren Perkussionsprojekte  oder offene Workshops in einer größeren Bandbreite als Ensemble- bzw. Bandprojekte, die eine musikalische Vorbildung erfordern. Grundsätzlich können jedoch auch Projekte von kurzer Dauer ein Gewinn für die Situation in der Unterkunft sein. Um jedoch möglichst viele Teilnehmer in die Projektarbeit einzubeziehen, ist es erstrebenswert, langfristige musikalische Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.
    • Projekte, die die Bewohner*innen einer Unterkunft aus den Räumlichkeiten herausführen, werden in der Regel bereitwilliger angenommen als Projekte in der Unterkunft selbst.
    • Kooperationsprojekte mit der Flüchtlingsunterkunft, in die weitere Partner miteinbezogen werden, funktionieren oftmals besser als Projekte, bei denen Flüchtlinge unter sich bleiben. Projekte des Offenen Singens mit Geflüchteten und den Kindern einer herkömmlichen Kindertagesstätte oder einer Grundschule sind beispielsweise tragfähiger als Projekte, die nur mit Geflüchteten durchgeführt werden.
  • Wo kann ich zusätzliche Anregungen und spezifische Empfehlungen für die Konzeption von Projekten finden?

Projektorganisation

  • Was kann ich bereits in der Planungsphase berücksichtigen, damit die Durchführung des Projekts gut gelingt?

    • Verschaffen Sie sich einen Überblick über diejenigen Akteure, die für die Durchführung Ihres Projekts unverzichtbar sind. Auch Personen und Gruppen, die in Ihrer Region mit ähnlichen Aktivitäten vertreten sind, sollten Sie frühzeitig kontaktieren, um Doppelangebote und Terminkollisionen zu vermeiden. Nutzen Sie dazu auch die Projektdatenbank des Portals.
    • Treffen Sie verbindliche Absprachen – fordern Sie Verbindlichkeit ein und dokumentieren Sie Absprachen, bieten Sie ebenso Verbindlichkeit und agieren Sie den eigenen Ankündigungen und Zusagen entsprechend.
    • Sorgen Sie dafür, dass Sie über ausreichend Mitarbeiter*innen und Helfer*innen verfügen. Binden Sie zusätzliche Ehrenamtliche in Ihr Projekt ein.
  • Wie erreiche ich eine stabile und nachhaltige Zusammenarbeit?

    • Berücksichtigen Sie die Freiwilligkeit der Teilnehmer*innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen und setzen Sie von Anfang an auf eine offene und transparente Kommunikation der Ziele, Anforderungen und Bedingungen Ihrer Arbeit.
    • Binden Sie Geflüchtete ins Team ein und übertragen Sie ihnen konkrete Projektaufgaben. Berücksichtigen Sie Anregungen und Wünsche der Teilnehmer hinsichtlich der Projektgestaltung, -inhalte und musikalischen Vorlieben.
    • Ermöglichen Sie, dass Freiwillige/Ehrenamtliche den Sinn ihrer Tätigkeit erfahren können. Beteiligen Sie Ihre Kolleg*innen und Helfer*innen an Entscheidungen und ermöglichen Sie ihnen ein (im Rahmen) autonomes Handeln.
    • Tragen Sie mit dazu bei, dass zusätzliche Ehrenamtliche Akzeptanz durch bereits Aktive (ggf. Hauptamtliche) erfahren. Sorgen Sie dafür, Anfänger*innen nicht zu überfordern. Sie können sie im Team gemeinsam mit Erfahrenen langsam in ihren Aufgabenbereich einführen.

Projektpraxis

  • Wo kann ich mich grundlegend über die Rahmenbedingungen der Projektarbeit in den Bereichen Integration und Flucht informieren?

    • Das Informationsportal „Musik und Integration“ verzeichnet mehrere Ressourcen, die Ihnen grundsätzliche Orientierung bieten möchten. Dies betrifft zum einen Standards und Regelungen, die Sie beachten sollten. Zum anderen finden Sie auch Leitfäden für Ihre Arbeit unter den im Informationsportal verzeichneten Arbeitshilfen.
    • In der Bibliografie des Portals finden Sie eine Auswahl an Literatur zum Gegenstand. Beachten Sie, dass sich dieser Bereich im Wachsen befindet und auch die Literaturübersicht laufend ergänzt wird.
  • Wo erhalte ich grundlegende Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten der Arbeit mit geflüchteten Menschen? Was muss ich dabei besonders berücksichtigen?

    • Bedenken Sie, dass die Adressaten Ihrer Projekte über eine unterschiedliche musikalische Vorbildung verfügen.
    • Eine Übersicht über die zentralen Herausforderungen der Projektpraxis gibt der Fachbeitrag von Robert von Zahn [<LINK>]. Das Journal [<LINK>] des Informationsportals zeigt beispielhaft die Arbeit ausgewählter Projekte. Eine Vielzahl von Arbeitshilfen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung, welche die Möglichkeiten und Herausforderungen der Projektarbeit thematisieren und der besonderen Situation geflüchteter Menschen Rechnung tragen, finden Sie außerdem unter den weiterführenden Informationen.
  • Wie kann ich mit meinem Projekt möglichst viel erreichen?

    • Im Portal „Wirkung lernen“, einem Angebot von PHINEO, erfahren Sie, wie Sie Wirkungsorientierung systematisch in Ihrer Projektarbeit verankern können.
  • Wie arbeite ich mit Menschen zusammen, mit denen ich keine Kultur oder Sprache teile?

    • Haben Sie keine Angst vor Missverständnissen und geben Sie nicht zu schnell auf. Erstaunlich oft ist es möglich, trotz aller Schwierigkeiten Verstehen herzustellen.
    • Klären Sie im Vorfeld, in welchen Sprachen kommuniziert werden kann und suchen Sie nach Personen im Team oder bei den Teilnehmern, die Sie als Dolmetscher*innen miteinbeziehen könnten. Auf diese Weise können Sie direkt Geflüchtete einbinden und fördern sowie neue Netzwerke knüpfen. Wenn es vor Ort solche Personen nicht gibt, organisieren Sie entsprechende externe Hilfe. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer verzeichnet bundesweit mehr als 350 qualifizierte Sprachmittler*innen. Arbeitshilfen wie der interreligiöse Kalender helfen Ihnen, den kulturellen Hintergrund zu berücksichtigen. Auch zu diesen Punkten bietet Ihnen das Informationsportal vertiefende Informationen und Kontakte zu Ansprechpartnern.
    • Manche Kommunen stellen dem bürgerschaftlichen Engagement Sprach- und Kulturvermittler*innen an die Seite (oft wiederum Ehrenamtliche). Diese Möglichkeit können Sie z. B. beim/bei der zuständigen Koordinator*in der kommunalen Wohlfahrts- oder Sozialverbände, bei Welcome Points und offenen Treffs oder im Sozialamt erfragen.
    • Die regionalen Träger der Wohlfahrt und Flüchtlingsverbände bieten Fort- und Weiterbildungen zu interkultureller Arbeit an. Der Bildungsserver des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) bietet Ihnen eine Übersicht.

Projektförderung

  • Wie kann ich Fördermittel für mein Projekt akquirieren?

    • In der Linksammlung des Informationsportals sind Maßnahmen zusammengestellt, die bundesweit Projekte zur kulturellen Integration fördern. Informieren Sie sich jeweils vor der Antragstellung über die Fördergrundsätze und Fristen und nehmen Sie Kontakt auf. Nutzen Sie insbesondere regionale Förderangebote.
    • Darüber hinaus existiert eine Vielzahl weiterer Programme mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung, insbesondere auf Landes- und regionaler Ebene, die oft aussichtsreich sind. Informieren Sie sich unbedingt über Förderungsangebote von Stiftungen oder Organisationen in Ihrer Region. In der Linksammlung des Informationsportals werden einige landesweite Förderprogramme in Nordrhein-Westfalen aufgeführt. Einen ersten Einstieg in die Recherche bieten Ihnen die im Informationsportal verzeichneten Übersichten und Datenbanken mit Suchfunktion. Eine umfangreiche Übersicht bietet auch die Publikation „Integration und Flüchtlingshilfe fördern lassen“ von Friederike Vorhof, das in der Bibliografie des Informationsportals verzeichnet ist.
    • Auch der Fachbeitrag von Robert von Zahn [<LINK>] informiert über weitere praxisrelevante Aspekte der Projektförderung.

Erreichen bestimmter Zielgruppen

  • Welche Formalitäten müssen bei der Projektarbeit mit Flüchtlingen beachtet werden?

    • Die Wohlfahrtsverbände und andere Träger der Betreuungsarbeit erwarten von den Ehrenamtlichen gegebenenfalls die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses – vor allem dann, wenn in Schulen bzw. mit Kindern gearbeitet wird.
  • Welche Überlegungen und Vorbereitungen sollten vor der Kontaktaufnahme mit einer Flüchtlingsunterkunft angestellt werden?

    • Als erste Ansprechperson bei der Kontaktaufnahme mit einer Flüchtlingsunterkunft eignet sich der/die zuständige Sozialarbeiter*in, der/die Ihnen von den Ansprechpartner*innen der Sozial- und Wohlfahrtsverbände genannt werden kann. Ihm/ihr sollte der Erstkontakt gelten. Er/sie hat oft vielfältige Verpflichtungen, insofern sind seine/ihre Arbeitskapazitäten in Bezug auf Projekte von Externen begrenzt. Im Gespräch sollte man deutlich machen, dass man Logistik und Personal für ein Projekt mit Geflüchteten mitbringt.
    • Verläuft das Gespräch ermutigend, sollte zunächst der Träger der Flüchtlingsunterkunft offiziell eingebunden werden, dann auch die bereits in der Unterkunft eingesetzten Kräfte zur Betreuung, die oft ehrenamtlich arbeiten. Letztere sollten angesprochen werden, um Ressourcenkonflikte und Doppelangebote zu vermeiden. Im selben Zug besteht die unmittelbare Gelegenheit, weitere interessierte Personen für die Mitarbeit an Ihrem Projekt zu gewinnen und von deren Wissen und Erfahrungen zu profitieren.

Kommunikation und Verhalten in der Projektarbeit

  • Welche allgemeinen Verhaltensregeln sollte ich beachten, wenn ich mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenarbeiten möchte?

    • Treten Sie mit Wertschätzung an die Menschen heran, auf die Sie in Ihrer Arbeit treffen. Dabei ist es wichtig, einerseits keine bevormundende Haltung einzunehmen, andererseits das Gegenüber auch als für das eigene Handeln verantwortlich anzuerkennen.
    • Machen Sie sich klar, dass die Menschen freiwillig mit Ihnen zusammenarbeiten. Es gibt viele Gründe, Ihre Angebote nicht anzunehmen.
  • Was sollte ich in der öffentlichen Darstellung und Kommunikation meines Projekts berücksichtigen?

    • Achten Sie auf eine differenzierte und angemessene Wortwahl, insbesondere wenn von Personen(gruppen) gesprochen wird. Es existieren Leitfäden zu sensiblem Sprachgebrauch, z. B. von der Caritas Frankfurt.
    • Die Seite „Erzähl davon“ bietet kostenlose Onlinekurse zu verschiedenen Bereichen der Kommunikation – z. B. Pressearbeit, Social Media und Teamkommunikation – und anderen praktischen Aspekten der Projektarbeit.

Netzwerken

  • Wie kann ich mich sinnvoll und nachhaltig mit anderen für die gemeinsame Sache vernetzen?

    • Wenn Sie sich und Ihre Arbeit anderen vorstellen, sollten Sie klar und deutlich zum Ausdruck bringen, was Sie tun und was Sie erreichen möchten. Seien Sie auf Zurückweisungen ebenso gefasst wie auf positive Überraschungen. Versuchen Sie, ein gemeinsames Ziel festzuhalten und sprechen Sie darüber, wie Sie es verwirklichen können. Halten Sie Ergebnisse und Vereinbarungen gemeinsam fest. Suchen Sie auch den Kontakt zu Akteuren, die nicht an Ihre Inhalte gebunden sind. Freiwilligenagenturen können Ihnen bei organisatorischen Fragen helfen und sind mit dem lokalen Umfeld vertraut.
    • Die Projektdatenbank des Informationsportals Musik und Integration bietet Ihnen die Möglichkeit, andere Projekte nach geografischen und systematischen Gesichtspunkten zu finden. Im Forum können Sie zudem direkt Kontakt mit anderen Akteuren aufnehmen, sich austauschen oder gemeinsame Aktivitäten initiieren.

Psychosoziale Faktoren der Arbeit mit Geflüchteten

  • Worauf können in Projekten engagierte Personen achten?

    • Der positive Stress, der mit dem Engagement für eine herausfordernde Aufgabe einhergeht, kann auch negativen Stress mit sich bringen. Bereits kleine Anzeichen wie Gefühle von Erschöpfung oder Kopfschmerzen sollten früh bemerkt und berücksichtigt werden. Achten Sie auf sich selbst ebenso wie auf andere.
    • Es ist sinnvoll, sich bewusst zu machen, was Sie mit Ihrem Projekt bewirken können und was außerhalb Ihrer Verantwortung liegt. Investieren Sie dort, wo sie wissen, dass Sie etwas Positives bewirken können und vertrauen Sie dabei Ihren Fähigkeiten, es zu erreichen. Ebenso erlaubt und sinnvoll ist es jedoch, im eigenen Engagement dort eine Grenze zu ziehen, wo Belastungen zu groß werden. Ausdauer ist gefragt und muss ermöglicht werden.
    • Schaffen Sie im Team, für Ihre Mitarbeiter*innen oder untereinander Möglichkeiten und Angebote, das Erlebte zu verarbeiten. Ausgleichende Aktivitäten sind ebenso sinnvoll wie das Bereitstellen von Rückzugsorten und Gelegenheiten zum Gespräch. Das Informationsportal bietet Ihnen hierzu weiterführende Informationen.
    • Informieren Sie sich über weitere Möglichkeiten, Hilfe durch Dritte zu erhalten, und nehmen Sie sie in Anspruch, wenn Sie das Gefühl haben, sie zu benötigen.
  • Welche Angebote zur Hilfe bestehen darüber hinaus?

    • Es gibt eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten der Beratung und Supervision sowie der Teilnahme an allgemeinen Bildungsangeboten zum Thema Interkulturalität, die von einer Vielzahl an Expert*innen angeboten werden. 

Qualifikation und Weiterbildung

  • Ich möchte ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft  tätig werden. Wie kann ich mich auf diese Aufgabe vorbereiten?

    • Wenn Sie sich in einem Ehrenamt engagieren möchten, unterstützt Sie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durch Fortbildung und Förderung. Zum Beispiel finanziert das BAMF Multiplikatorenschulungen für Vereine und Organisationen der Integrationsarbeit, in denen Ehrenamtliche tätig sind.
  • Welche weiteren Schulungsmöglichkeiten gibt es für die in Projekten Tätigen?

    • Größere Träger gemeinnütziger Arbeit wie Caritas und Diakonie bieten Schulungen an, die auch von organisationsfremdem Personen genutzt werden können. Darüber hinaus bestehen lokale Angebote wie das der Akademie für Bürgerschaftliches Engagement und Gemeinwesenarbeit in Ulm. Die MIXED UP Akademie bietet Qualifizierungsangebote und Fachveranstaltungen zur kulturellen Bildung an. Die Initiative „Kultur öffnet Welten“ hat im Jahr 2017 bundesweit 16 Workshops veranstaltet, in denen sich die Teilnehmenden über ihre Projektarbeit austauschen konnten. Speziell für den Musikbereich sind auch die Landesmusikräte in der Organisation von Bildungsangeboten tätig. Erfahren Sie Näheres auf der Seite Weiterführende Informationen.
  • Gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote speziell für den musikalischen Bereich?

    • Zum Kursangebot der Bundes- und Landesmusikakademien zählen auch Veranstaltungen, in denen gezielt die ehrenamtliche Arbeit thematisiert wird. Eine Übersicht zu diesen Veranstaltungen bietet die Projektsuche des Informationsportals unter dem Schlagwort „Fort-/Weiterbildung“. Eine Gesamtübersicht zu Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen findet sich darüber hinaus im Informationsportal musikalische Fort- und Weiterbildung.
    • Näheres zu diesem Thema erfahren Sie auch im Fachbeitrag von Antje Valentin [<LINK>]
  • Bestehen akademische Studiengänge, die eine tiefergehende Beschäftigung mit dem Gegenstand ermöglichen?

    • An den Universitäten Hildesheim (Teil des Programms musik.welt@niedersachsen) und Eichstätt-Ingolstadt (angebunden an das Zentrum Flucht und Migration) gibt es Studienangebote, die sich auf die interkulturelle musikalische Bildungsarbeit spezialisieren.

Diese FAQ sind in Kooperation des MIZ mit dem Landesmusikrat NRW entstanden.